Auf der goldenen Theke steht eine Karaffe, randvoll mit Valpolicella, in der Lederläppchen schwimmen. Ein Kochen ist in den Hoden des Dodekaphonisten. Er schlägt seinen Kopf immerfort auf die harte Sitzfläche des weißlackierten Stuhles und heult:
"Ihr habt meine Kindheit geraubt! Gebt mir meine Kindheit zurück!“
Plombierte Türen werden aufgebrochen, der Transvestit hat seine Mäuseköttelsammlung im Lüftungsschacht versteckt.
Der Stumpf umwickelt mit Aluminiumfolie, so schlimm kann eine Amputation doch nicht sein!
Hinaus mit dir, Schmierenkomödiant!
Meine aus Streichhölzern in nächtelanger Feinstarbeit zusammengeleimte Violine spielt das Lied der Erlösten, zwar leise noch, aber durchaus vernehmbar, wenn man angestrengt genug lauscht!
Losverkäufer im Morgenrock, der Kranke, Arme, Verlorene. Gleich Fliegen mein verbrauchter Atem. Die sardischen Fischer haben Tränen in den Augen, als am Horizont sich ein gefüllter Wattebällchenbehälter emaniert.
In meiner rechten Hand die Socke aus Stein.
Nur im großartigen Abendlicht der Mond ohne Brille schweigend zuschauet. Wie verzerrt ist der rotgewandete Seelenfänger, der verzerrte seelenfischende Losverkäufer in seiner hamstermilchgefüllten Badewanne. Bald versprüht er in der P***e rothaariger Mädchen gelöste Feigen über den Rapsfeldern. Ja! -Spüle deinen Mund mit warmer Mädchenp***e, mit göttlicher wohlschmeckender warmer Mädchenp***e und die weisesten Worte werden nur so hüpfen von deinen Lippen; du hast gesiegt, denn der Sieg ist mein!
Federn verkrustet und Federn verklebt, verklebte Federn in der scharlachrot gestrichenen Räuberhöhle, in der vor Urzeiten sich zusammenfanden des Nachts greise Rechtsanwälte, sich zu messen in der Redekunst.
Als allgegenwärtiger Omnibusfahrer zertrümmerte ich eure 18-jährigen vergewaltigten Mädchennasen, aus diesen euren Nasen spritzte es Eiter, es spritzte der Eiter aus euren Mädchennasen.
Schwarze Asche, körnige schwarze Asche in dem Waschbecken, in welchem sich der letzte Winter als Wasser staute und die Silberfischchen auf der dünnen Eisschicht hin- und herschlidderten.
Flohgestank, unerträglicher Flohgestank im Irrenhaus, ich durfte zugegen sein beim Selbstmord eines 14-jährigen Amokläufers. Und hinter mir in der U-Bahn ein blutüberströmter Lederbejackter, der nach Schnaps roch und vor sich hinmurmelte und wenig später über meine Lockenpracht kotzte.
Das Mark im Drachenbein, der holunderfarbene Teeschenk bekannte seine Schuld an diesem Unfall und der Saft kam mir nur allzu schnell!
Aluminiumsocken stülptet Ihr über eure Stümpfe, doch nutzte Euch dies?
Eine Pest ist Pest und nichts als Pest, lass schmecken dir den letzten Gruß aus deiner Mutter Grab. Lass ruhen die Toten, denn tot sind sie auf ewig und nie mehr wird ihr blondes Bauerntrampeln die reigentanzenden Käfer auf der Maiwiese zermalmen.
Ein Felsenregen für mein geliebtes Eierkocheropfer. Du hörst die Schreie nur im Lärm, doch in der luftleeren Stille, schwebend über den Kratern des fünften Mondes verlierst du deine Unschuld, die ich dir einst schenkte.
Flachsweberin erkennt: Des Monsters Kopf ist zu flach!
Zur Wut, zur Wut und zu den Waffen! Verzeiht mir nicht! Ihr nichtigen Geschöpfe, gespritzt aus nektarbesoffenem Hosenlatz. Flach im Schilf liegend und niemals weinend, meine Augen verstaubten!
Platt und platt ihr mir seid und wenn euch Parties glücklich machen, dann lasst Euch von Parties glücklich machen und wenn Ihr Huelsenbeck'sche Dialektik liebt, dann liebt sie!
Meine mir ergebenen Flachsweberinnen brennen nieder die Felder. Feinziselierte bleierne Kerzenhalter. Verschätzt euch nicht im Schatz, den ihr mit mir habt!
Störche im Morgenviolett sie flattern vorüber an den verdreckten Fenstern der Arbeitersiedlung. Verbrannt ihre Nester auf Lesbos. Verbrannt eure Gesichter und verbrennen, niederbrennen, niederbrennen, niederbrennen ...!
Der arschgef***te Präsident der Vereinigten Staaten von Europa sucht verzweifelt nach seinem Monokel, das er am gestrigen Tage - er weiß es doch ganz genau - in die Zahnprothesenreinigungslösung seiner Großmutter hat gleiten lassen.
All dieses Übel! Der Mensch ist an sich nicht gut! Was euch nicht behagt, doch was behagt?
Oh! - Vernehmt ihr denn nicht das Wehklagen des Trauerzuges, der seit Äonen schon zieht durch die Lande, Als Monstranz die Parkuhr der Ewigkeit? Scheißt auf die Wahrheit, rein bleibe nur die Lüge und nie würdet ihr es wagen, mit üblen wahren Worten sie zu entweihen! Verbrecher an der Reinheit, der Reinheit des Schmutzes in all seiner klaren nackten reinen Blöße. Leugnet ihr denn etwa den Dreck? Ach! Lasst euch doch brüllen in eure stinkenden Ohren: "Dann macht doch ungeschehen eure Geburt, denn barg sie nicht als mehr oder weniger überflüssige Beigabe, als Gimmick zum verklumpten blutigen schleimigen Dreck aus eurer Mutter Schlitz: ... euch?"
Von den Schulterklappen reißt die Sterne, von den Jacken reißt die Tressen. Vertraut dem, dem ihr niemals vertrauen dürft, vertraut mir, was verliert ihr? Die Zeit der Menschheit ist vorbei, ihre Tage sind gezählt. Versteckt euch nur nicht, wagt es nicht, euch zu verbergen hinter grauen Masken, denn ich reiße die Masken mit dem Gesicht vom Gesicht.
Oh! - Die unsterblichen Feldspatgötzen! Wir wollen Götzen dienen, denn die Götter haben ausgedient und die erbärmlichen Götter werden erzittern! Uns - den Götzen - gebührt der Thron, doch unbenommen sei es euch Sterblichen, um ihn um Unsterblichkeit bestrebt zu kämpfen! Der Kampf um den Thron möge währen, bis dieser nur ein Häuflein goldenen Staubes ist, dann fallen wir uns in die Arme und küssen uns und endlich, endlich, endlich, endlich, endlich lachen wir!
Dann werden wir Kinder zeugen: Reine Kinder! Und diese Kinder seien so rein, dass grellstes Sternenlicht dumpfer Schatten wird auf milchweißer Haut und das Nichts ein wimmerndes Glosen auf ihrer schwarzen Haut. Im Überfluss wird es regnen Weisheit, Weisheit und es wird die Weisheit sein, die zu den Wolken zu tragen ich euch befehle.
So folgt mir, dem Künder eines neuen Staates, dem, der dem Staate spottet, folget dem göttlichen Götzen, folget mir, folget Drusillus Sczánsczludsczra!
Über Drusillus’ Hand krabbelt ein kleiner schwarzer Krebs. Hat er denn nicht über Jahre hinweg alles versucht? Und wie ist er verspottet worden! Sein Leben war nur ein schlechter Scherz, er muss sich töten!
Die Hörsäle der Universitäten sind überfüllt, doch wird hier nicht mehr gelehrt. Zu Tausenden sitzen sie in den Bänken, jeweils fünf Studenten sind um eine Tonbandmaschine oder ein seltsames steinquaderartiges Gerät versammelt und sie versuchen, den Toten Ratschläge zu erhalten. Vergebens!
Manche von uns haben sich dem um sich greifenden Wahnsinn verweigert. Wir haben uns selbst ausgegrenzt, die Stadt verlassen.
Wir haben unser Lager am Meer aufgeschlagen, wir könnten, wenn es denn einen Nutzen hätte, über dem Meer wandern, denn das Wasser ist nur noch eine alles abstoßende gallertartige Masse, nein, vielmehr eine Gummihaut. Wahrscheinlich werden bald die Hoffnungslosesten unter uns diesen Weg beschreiten.
Rostnarbenbedeckt die Stiefel der Flohjäger. Falls in den Klauen der Weltverherrlichung kein Leben mehr entstehen kann, so haben wir vorsorglich, nur zum Zwecke des Versuches, die verschiedenartigsten ... die Frauen gebären keine Kinder mehr ... fangen die solargestraften Hosenbandordenträger ... denn im Fliegen ist die Vagina fröhlicher als im Wagen auf der Autobahn ... und der Tod ist schöner im Klohäuschen als dort ... Gras auf den Gesichtern erkennt den trockenen Widerspruch ... haben denn nicht die steinernen Öfen den Schlaf zum Blatt getragen ... und haben wir nicht den Mädchen befohlen, sich zu zerstreuen, ihnen Kabel in die zarten rosigen Hände gegeben, damit sie das Erdrosseln lernen sollen ... schwarze, doch durchscheinende Folien über den Gesichtern tragen sie ... verlassene Folterinstrumente des Zweiten Krieges in verlassenen Bunkern im Wald ... erst kürzlich wiederentdeckt und wieder nutzbar gemacht ... Stallgeruch, süßer Stallgeruch aus Spraydosen ... die aus dem Beton herausragenden Hände faulen ... glühende Drähte umwinden den Stein im Zentrum der Stadt ... auf riesigen Displays die ganze Nacht über stearinschwitzende Nackttänzerinnen ... im Sonderangebot Pullover aus Chinesendarmwolle ... schneckenartige Affenarme tragen riesige Säbel ...
Dies sind die besudelten Einheitsschrecken!